Nächtlicher Großbrand hält Feuerwehr viele Stunden auf Trab

Datum: 1. Oktober 2026 um 0:04 Uhr
Dauer: 21 Stunden 56 Minuten
Einsatzart: Großbrand
Einsatzort: Oyten
Fahrzeuge: ELW 2 (80-12-1), SGW (80-64-1)
Weitere Kräfte: DRK SEG-Verpflegung, DRK Verden, Gemeindefeuerwehr Ottersberg, Polizei


Einsatzbericht:

Um 0:04 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Oyten zu einem Einsatz mit dem Stichwort „F2, Rauchentwicklung aus Stall/Scheune“ alarmiert.
Doch schon auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus wurde die Alarmstufe auf „F3″ erhöht, weil es sich in kürzester Zeit zu  einem Vollbrand entwickelte.
Über Funk informierte die Einsatzleitstelle darüber, dass mehrere Pferde in einem angrenzenden Stall untergebracht sind.

Schon aus mehreren Kilometern Entfernung war der Feuerschein in der Dunkelheit zu sehen wies den Weg.
Am Einsatzort eingetroffen, wurde eine in voller Ausdehnung brennende, etwa 15 x 40m große Lagerhalle für Stroh, Heu und landwirtschaftliche Geräte vorgefunden.
Weil direkt zu erkennen war, dass die direkt betroffene Halle nicht zu retten war, wurde unverzüglich eine Riegelstellung zu dem Trakt mit den Pferden und einer weiteren Maschinenhalle aufgebaut.
Parallel dazu wurde sofort eine umfangreiche Wasserversorgung aufgebaut, was im Bereich des Ortsteil Meyerdamm sehr viel Schlauchmaterial erforderte.
Die Besitzerinnen und Hofbewirtschafter konnten die Pferde gefahrlos in Sicherheit bringen, so dass dort kein weiteres Eingreifen der Feuerwehr erforderlich war.

Weil die brennende Halle rückwärtig von großen Bäumen umgeben war, drohte das Feuer auf diese überzuspringen. Die ebenfalls alarmierte Ortsfeuerwehr Bassen kümmerte sich um diese Flanke und konnte das Übergreifen auf die Vegetation mit großem Löschwassereinsatz erfolgreich verhindern.

Dann begann das mühsame Auseinanderziehen des brennenden Materials. Mit einem Bagger wurden Stroh und Heu aus der Halle gezogen und grob abgelöscht. Dann wurde es von Treckern mit Muldenanhängern auf ein vorbereitetes Feld in der Nähe gefahren und durch die Feuerwehr endgültig angelöscht. Weil es sich um bis zu 1.200 Ballen handelte, wurde die Fläche größer und größer. Hier war auch das Großtanklöschfahrzeug der Kreisfeuerwehr (KFW) im Einsatz.
Der ELF “ der KFW unterstütze die Einsatzkoordination unter anderem mit der Drohne mit Wärmebildkamera.
Parallel zu den Löscharbeiten wurde das DRK alarmiert. Die Kameraden kamen mit einem Krankentransportwagen zur ersten Absicherung der Einsatzkräfte und mit dem Führungsfahrzeug mit Getränken und ersten Snacks zur Stärkung Im Nachgang wurde die SEG Verpflegung aktiviert, die schon der Nacht bei einem Oytener Bäcker direkt an der Backstube 200 Brötchen und Auflage organisieren konnte. Ein Mittagessen wurde ebenfalls zubereitet. Mindestens ein Kamerad mit einer Kreislaufschwäche wurde von den Rettungsdienstlern wieder aufgepäppelt. 

Nach der sogenannten ersten Chaosphase wurde die Lage zunehmend übersichtlicher, blieb aber zeitfordernd. Erste Kräfte der Ortsfeuerwehr Bassen wurden aus dem Einsatz entlassen, um auch einen zeitnahem Brandschutz für die Gemeinde sicherzustellen. Um 13:00 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Oyten von der Ortsfeuerwehr Fischerhude-Quelkhorn abgelöst. Die Oytener konnten nach 13 Stunden Einsatz eine verdiente Ruhepause machen und trafen sich um 18:00 Uhr am Gerätehaus, um die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Nahezu alle Schläuche und alle Atemschutzmasken waren verbraucht. Über den Schlauch- und Gerätewechselwagen der KFW wurde Naschschub angeliefert.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Mitteilung liefen die Löscharbeiten noch. Insgesamt kann der Einsatz bis zu 22 Stunden dauern.
Die Bevölkerung in Oyten Meyerdamm und Oyten-Sagehorn wurde auch über die Warn-Apps und Radiodurchsagen vor dem Rauch gewarnt.
Wie üblich hat die Polizei schon während der Löscharbeiten mit ersten Ermittlungen zur Brandursache begonnen.