Wie schützt sich eine Stadt an der Aller vor Hochwasser, und welche Technik steht dafür bereit? Darüber hat sich kürzlich eine elfköpfige Besuchergruppe aus den polnischen Partnerkommunen im Allerpark in Verden informiert. Zu Gast waren Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Bartoszyce sowie der Stadt und der Gemeinde Górowo Iławeckie, darunter Bürgermeister Jacek Kostka und Kreistagsmitglied Piotr Stapaj.
Nach gemeinsamer Begrüßung und Einführung durch Kreisbrandmeister Dennis Körte, Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann und Dr. Stephanie Fries, Fachbereichsleiterin beim Landkreis Verden, stellten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Feuerwehrtechnischen Zentrale an fünf Stationen vor, was im Ernstfall zum Einsatz kommt. Im Mittelpunkt stand der Hochwasserschutz: Vor den Augen der Gäste bauten Feuerwehrleute die mobile Hochwasserschutzmauer an der Reeperbahn auf, setzten Dammbalken aus Aluminium in die fest verankerten Stützen und erläuterten das mobile Hochwasserschutzsystem des Landes Niedersachsen.
An einer weiteren Station wurde eine Sandsackfüllmaschine samt Stromaggregat aufgebaut und ihre Arbeitsweise erklärt. Ergänzend stellten die Einsatzkräfte den Schlauchwagen SW-2000 des Bundes für die Wasserförderung über lange Wegstrecken sowie den ABC-Erkundungswagen des Gefahrgutzuges vor.
Die polnischen Gäste nutzten die Gelegenheit für Fragen, unter anderem zur Länge und Leistungsfähigkeit des Hochwasserschutzes. Die Erklärungen wurden für die Besuchergruppe ins Polnische übersetzt. An der Vorstellung beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Scharnhorst, Verden und Oyten, die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) sowie der Gefahrgutzug des Landkreises Verden.