Mehrere Einsätze gleichzeitig in Oyten – viel Unterstützung umliegender Wehren erforderlich

Datum: 1. Dezember 2021 um 22:45
Dauer: 6 Stunden 45 Minuten
Einsatzart: Großbrand
Einsatzort: Oyten
Einsatzleiter: Uwe Ulrich
Fahrzeuge: ELW 2 (80-12-1), SGW (80-64-1)
Weitere Kräfte: DRK Verden, Ortsfeuerwehr Bassen, Ortsfeuerwehr Embsen, Polizei, Stadtfeuerwehr Achim, THW


Einsatzbericht:

Am späten Abend des 01.12.2021 wurden die Feuerwehr Oyten und umliegende Wehren gleich mehrfach in Oyten gefordert.

Gegen 22:45 Uhr wurden in Oyten die Funkmelder ausgelöst, weil im Ortsteil Sagehorn während des Sturms ein Baum auf eine Straße gefallen war.

Doch bereits auf der Anfahrt zum Gerätehaus löste der Leitstellendisponent der Einsatzleitstelle in Verden erneut die Oytener Funkmelder aus – dieses Mal aber für die gesamte Ortswehr: In der Straße am Behlingsee wurde von Nachbarn ein brennender Dachstuhl eines aktuell unbewohnten Einfamilienhauses gemeldet. Alle Kräfte fuhren jetzt zu diesem Einsatz und der umgestürzte Baum wurde an die Ortsfeuerwehr Bassen umdisponiert. Hierbei wurde entschieden, dass der größte Teil der Bassener Kameraden dann ebenfalls zum Gebäudebrand fuhr und nur ein Einsatzfahrzeug den Baumeinsatz übernahm. Gegen den Baum war zwischenzeitlich ein PKW gefahren, aber es wurde Niemand verletzt.

Kurz nach dem Eintreffen am Belingsee wurde die Leitstelle in Verden über einen dritten Einsatzfall in Oyten alarmiert: In einem Altenheim in Sagehorn hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Da in Oyten mittlerweile alle Kräfte gebunden waren, wurde mit Unterstützung eines Einsatzleitwagens aus Bassen zusätzlich aus Achim die Ortsfeuerwehr Achim zu diesem Objekt geschickt. Die etwas näher liegende Wehr aus Achim-Embsen unterstützte bereits mit einem Fahrzeug die Kameraden beim Brandeinsatz, weil dort zusätzliche Atemschutzgeräteträger benötigt wurden. Die ausgelöste Brandmeldeanlage entpuppte sich glücklicherweise als Fehlalarm.

Somit waren im Ortsgebiet Oyten insgesamt vier Ortsfeuerwehren im Einsatz, was wirklich ungewöhnlich ist.

Beim Brandeinsatz kam es wegen der anfangs schlechten Löschwasserversorgung zu Problemen und auch der starke Wind arbeitete gegen die tatkräftigen Helfer und fachte das Feuer in Dachstuhl weiter an. Löschwasser wurde letztendlich mit langen Schlauchleitungen herangeschafft.

Mit mehreren Strahlrohren, dem Wenderohr der Oytener Drehleiter und viel Manpower konnte das Feuer nach vier Stunden gelöscht werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis fünf Uhr hin. Der Baufachberater des THW begutachtete die Statik des Gebäudes.

Wegen der Einsatzdauer und der niedrigen Temperaturen versorgte die SEG Verpflegung des DRK die Kameraden mit warmen Getränken und Snacks. Der Rettungsdienst stand zur Sicherung der Kameraden bereit.

Die Besatzung des Einsatzleitwagen ELW2 der Kreisfeuerwehr Verden übernahm die Koordination der Kräfte und ließ zum ersten Mal die nagelneue Kameradrohne mit Wärmebildkamera über das Brandobjekt fliegen, um letzte Glutnester zu entdecken. Der Schlauch- und Gerätewagen der Kreisfeuerwehr wurde ebenfalls alarmiert um die benutzen Schläuche und Atemluftflaschen auszutauschen. Gegen halb vier Uhr konnten die ersten Kräfte wieder einrücken und für die Oytener Kameraden war der Einsatz gegen 5:30 Uhr beendet. Insgesamt waren etwa 100 Kräfte in Oyten unterwegs.