Kreisbereitschaftsübung

Datum: 22. Oktober 2016 
Alarmzeit: 7:40 Uhr 
Dauer: 10 Stunden 
Art: Einsatzübung 
Einsatzort: Rehden 
Fahrzeuge: ELW 2 (80-12-1), GW Mess (81-70-1), GW-G (81-73-1), GW-U (81-69-1), SGW (80-64-1), SW 2000 (80-62-1), WLF (80-67-1) 
Weitere Kräfte: Kreisfeuerwehrbereitschaft 


Einsatzbericht:

Im Rahmen der diesjährigen Tagesübung war die Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden zu Gast in der Samtgemeinde Rehden im Landkreis Diepholz. Umfangreiche Szenarien wurden von der Übungsleitung ausgearbeitet, die von den eingesetzten Kräfte teils körperliche und geistige Höchstleistungen forderten.

Ausgangslage war ein Waldbrand, der nahe eines ehemaligen Bundeswehrdepots loderte. Aufgrund der abgeschiedenen Örtlichkeit musste um überhaupt eine Brandbekämpfung einleiten zu können, zuerst eine Wasserversorgung durch die Fachzüge Wassertransport und Wasserförderung der Kreisfeuerwehrbereitschaft aufgebaut werden. Dazu wurden im sogenannten Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im Kreisverkehr Wasser in einen Auffangbehälter transportiert. Dieses wurde dann mit mehreren Pumpen über eine Entfernung von über einem Kilometer durch einen Wald zum eigentlichen Waldbrand gepumpt. Dort wurde dann mit mehreren Strahlrohren zugleich die Brandbekämpfung durchgeführt.

Parallel dazu war es unweit des Waldbrandes zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem zwei Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen wurden. Aus noch unbekannter Ursache geriet ein PKW in den Gegenverkehr, wobei sich eines der beteiligten Fahrzeuge überschlug. Beide Fahrzeuge blieben nach dem Unfall im Seitenraum der Straße an einem Hang stehen. Hier galt es für den Fachzug Technische Hilfeleistung die instabilen PKW zu sichern und anschließend die verunfallten Personen unter Einsatz von technischen Rettungsgerät aus den Fahrzeugen zu befreien. Während der Rettungsarbeiten musste die Straße voll gesperrt werden. Mehrere Fahrzeuge wendeten um die Sperrung weiträumig umfahren zu können, darunter auch ein Lastwagen. Hierbei verrutsche nach ersten Erkenntnisse die Ladung, so dass es zu einem Austritt von geladenem Gefahrgut kam. Sofort breitete sich ein stechender Geruch an der Einsatzstelle aus, wodurch umgehend Unterstützung durch den Fachzug Gefahrgut angefordert wurde. Unter Atemschutz wurde der noch im Führerhaus befindliche LKW-Fahrer gerettet und zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben. Nach einer ersten Lageerkundung dichteten Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzug mehrere Regeneinläufe ab. Anschließend wurde ein 1000 Liter Behälter mit einer flüssigen giftigen Chemikalie auf der Ladefläche als Leck geschlagen ausgemacht. Schnell konnte das Behältnis abgedichtet und der Stoffaustritt somit gestoppt werden.

Während der andauernden Aufräumarbeiten kam ein weiterer Hilferuf. Im Keller eines Bürogebäudes, welcher ehemals auch als Bunker genutzt werden konnte, war es bei Handwerksarbeiten zu einer Verpuffung gekommen. Drei Arbeiter wurden im dicht verqualmten Gebäude vermisst. Umgehend wurden freie Kräfte von den anderen Einsatzstellen zusammengezogen um eine Menschenrettung und Brandbekämpfung im stark verwinkelten Keller vornehmen zu können. Schnell konnten die vermissten Personen gefunden und gerettet werden sowie der Keller entraucht werden. Unglücklicherweise kam es während des Rettungseinsatzes zu einem ebenfalls simulierten Atemschutznotfall, der aber ebenfalls von den Feuerwehrkräften schnell gemeistert werden konnte.

Die Verpflegung der rund 150 Einsatzkräfte während der Bereitschaftsübung übernahm der Fachzug Logistik mit Unterstützung des DRK Oyten.

Unter Führung von Bereitschaftsführer Joachim Schmidt sowie seines Stellvertreters Jens Rebers konnten die eingesetzten Kräfte die gestellten Übungslagen zu großer Zufriedenheit der Übungsbeobachter bewältigen. Neben Ronald Möller, Abteilungsleiter Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz beim Landkreis Verden, machte sich auch Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung Christian Groth einen Eindruck vor Ort. Auch Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling zeigte sich vor Ort zufrieden und zugleich beeindruckt von den gezeigten Leistungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft.