Übung sorgt für Großeinsatz am Burgberg, Verden

Eine groß angelegte Übung in der Straße „Burgberg“ sorgte am Dienstagabend nicht nur für den Einsatz der Feuerwehr. Auch der Rettungsdienst, die Polizei und die Aller-Weser-Klinik waren in die komplexe Übungslage eingebunden.

Die Ortsfeuerwehr Verden wurde am Dienstagabend gegen kurz vor 19 Uhr in die Straße Burgberg alarmiert. Dort war es laut Übungsdrehbuch zu einem Feuer in einem fiktiven Behördengebäude gekommen. Dem Einsatz der Feuerwehr ging bereits eine Einsatzlage von Polizei und Rettungsdienst voraus. In der Behörde war es zu einer sogenannten Amok- bzw. Bedrohungslage gekommen, in deren Verlauf in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen war. Die Tatsache, dass es sich bei der vorgefundenen Lage lediglich um eine Übung handelte, wurde den eingesetzten Helfern der einzelnen Organisationen erst vor Ort mitgeteilt. Ausgearbeitet wurde die Übung federführend von Mitarbeitern der Aller-Weser-Klinik und der Polizei in Verden.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte machten sich mehrere verletzte Personen in bzw. vor dem betroffenen Gebäude bemerkbar. Rauch drang aus den Fenstern des Obergeschosses. Bereits anwesende Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst wiesen die Einsatzleitung der Feuerwehr in das Geschehen ein.

Aufgrund der vorgefundenen Lage und da nicht bekannt war, wie viele Personen sich noch in dem brennenden Gebäude aufhalten, wurden umgehend die Ortsfeuerwehren Eitze, Hönisch-Hutbergen, Döhlbergen-Rieda und Dauelsen als Verstärkung nachgefordert. Auch Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehr waren unter anderem mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) im Einsatz.

Das Hauptaufgabenfeld der Feuerwehrkräfte galt der Menschenrettung aus dem Gebäude, sowie der Brandbekämpfung. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutzgerät wurden hierfür in dem durch Nebelmaschienen verqualmten Objekt eingesetzt.

Ferner wurde bei der Übung auch das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten von Rettungsdiensten, Feuerwehren und der Polizei geprobt. Neben der Arbeit in den Mannschaften, war bei dieser Lage besonders die Kommunikationen zwischen den Führungskräften der einzelnen Organisationen gefragt.

Weiter unterstützte die Feuerwehr beim Aufbau sowie dem Betrieb einer sogenannten Verletztensammelstelle auf einem Parkplatz des Facharztzentrums an der Eitzer Straße. Hier wurden alle 20 Verletzte, die im Laufe des Einsatzes in Sicherheit gebracht werden konnten, durch Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie durch zwei Notärzte gesichtet und versorgt. Die verletzen Personen wurden von Mitgliedern der realistischen Unfalldarstellung (RUD) des DRK gespielt und ihrem Verletzungsmuster entsprechend geschminkt, um die Übung so realitätsnah wie möglich erscheinen zu lassen.

Auch die Aller-Weser-Klinik wurde in das Übungsgeschehen mit einbezogen. Um den bei größeren Schadenslagen möglichen Massenanfall von Verletzten in der Notaufnahme des Krankenhauses proben zu können, wurde alle Verletzten der Übung in die Verdener Klinik transportiert.

Die Ortsfeuerwehren Verden, Eitze, Hönisch-Hutbergen, Döhlbergen-Rieda und Dauelsen waren für die Übung rund zwei Stunden mit rund 100 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst, vertreten durch den regulären Rettungsdienst, sowie durch sogenannte Schnelleinsatzgruppen (SEG) von Rotem Kreuz und Johanniter Unfallhilfe aus dem ganzen Landkreis, war mit knapp 50 Kräften vor Ort. Weitere Kräfte waren von Seiten der Polizei und der Aller-Weserklinik in das Einsatzgeschehen eingebunden.

In einem ersten Resümee nach der Übung zeigten sich Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling und der stellvertretende Stadtbrandmeister Mario Rosebrock, die als Übungsbeobachter vor Ort waren, sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen der Verdener Ortsfeuerwehren. Eine genauere Analyse der Übung soll aber durch eine umfangreiche Nachbesprechung mit den Verantwortlichen aller beteiligten Parteien erfolgen.

(Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Stadt Verden (Aller)/Voigt)