30 Stunden im Einsatz - Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden im Hochwassereinsatz in Heersum, Landkreis Hildesheim

Mehrtägiger Dauerregen hat in weiten Teilen Südniedersachsens zu Überflutungen geführt. Am Mittwochmorgen wurde dann die Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden in den Landkreis Hildesheim zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte alarmiert. Seit Mittwochmittag waren dann 185 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Verden im Einsatz, um das bereits teilweise unter Wasser stehende Dorf Heersum zu schützen. Heersum in der Gemeinde Holle liegt in unmittelbar Nähe zum Fluss Innerste, an dem infolge der großen Wassermassen auf einer Länge von rund 30 Metern der Deich gebrochen war.

Gemeinsam mit weiteren Kreisfeuerwehrbereitschaften sowie dem THW wurden mehrere Sandsackfüllstationen im Ortsgebiet betrieben. Insgesamt wurden über 100 Tonnen Sand verbraucht, die in 15000 Sandsäcke gefüllt wurden. Diese wurden dann zum größten Teil in einem Notdeich verbaut. Dieser wurde in der Nacht zu Donnerstag in Zusammenarbeit mit Tauchern und Strömungsrettern von DLRG und Feuerwehr zusätzlich mit einer Folie abgedichtet.

Darüber hinaus waren die Einsatzkräfte auch beim Auspumpen überfluteter Häuser eingesetzt. Mehrere Hochleistungspumpen von Feuerwehr und THW wurden zudem eingesetzt, um mit einer Pumpenleistung von rund 25.000 Liter pro Minute Wasser aus der Ortschaft herauszupumpen.

Bereits bei Eintreffen der Kreisfeuerwehrbereitschaft waren große Teile Heersums stromlos, so dass im Folgenden einerseits eine begrenzte Notstromversorgung errichtet sowie der örtliche Energieversorger auch beim Wiederherstellen der regulären Stromversorgung unterstützt wurde.

Insgesamt waren die fünf Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden rund 30 Stunden im Einsatz. Die Kräfte wurden durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft Diepholz abgelöst und brachen am Donnerstagnachmittag in Richtung Landkreis Verden auf. Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling begleitete den gesamten Einsatz zusammen mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Olaf Dykau sowie Kreisbereitschaftsführer Joachim Schmidt. Fehling zeigte sich stolz über die Arbeit der Kreisfeuerwehrbereitschaft und dankte den vom Hochwasser Betroffenen für ihre Mithilfe. „Wir sind vor Ort auf große Dankbarkeit bei den Betroffenen gestoßen, die uns zudem mit technischem Gerät wie Radlader und Traktoren unterstützt haben“, so Fehling weiter.

Im Einsatzblog der SEG-Presse kann der gesamte Einsatz nachverfolgt werden.

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