Schnelleinsatzgruppe Presse

Verkehrsunfälle, Brände oder sonstige Unglücke - kaum ist die Feuerwehr im Einsatz, sind häufig auch Medienvertreter zugegen. Neben der lokalen Presse wirken im Landkreis Verden auch mehrere TV-News-Agenturen sowie freie Fotografen. Je größer und interessanter das Ereignis, desto größer auch das Aufgebot an Journalisten. Sie alle stellen vor Ort den Anspruch, schnell und umfassend über den Einsatz informiert zu werden, um ihr Material zügig senden zu können. Diese Informationen werden heute direkt von der Einsatzstelle an die Redaktionen übermittelt. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Kreisfeuerwehr des Landkreises Verden die Schnelleinsatzgruppe Presse (kurz: SEG-Presse) gebildet. Deren Mitglieder kümmern sich direkt an den Einsatzorten um die Betreuung der Journalisten und um die fotografische Dokumentation des Einsatzgeschehens.

Die Vorteile dieses Systems liegen klar auf der Hand:

  • Die Pressevertreter erhalten Ansprechpartner, die sich ausschließlich um ihre Belange kümmern. Der dafür eigentlich zuständige Einsatzleiter sowie die Leitstelle werden entlastet.
  • Die Pressevertreter erhalten fachlich korrekte Informationen und können die Arbeit der Feuerwehr richtig darstellen.
  • Die Pressevertreter werden nach Möglichkeit und Absprache in sensible Bereiche (Gefahrenstellen) begleitet. Konflikte zwischen der Presse und den Einsatzkräften können so vermieden werden.
  • Die Mitglieder der SEG-Presse sind fachlich geschult, wissen wie die Journalisten arbeiten und haben keine Scheu vor Fragen oder einem Statement vor der Kamera.
  • Durch ein freundliches Miteinander wird eine angenehme Zusammenarbeit mit den Pressevertretern möglich, was sich in der Folge positiv in der Berichterstattung und Darstellung der Feuerwehr auswirkt.

Der SEG-Presse ist durch den Landkreis Verden und den Kreisfeuerwehrverband Verden e.V. diverses Material zur Verfügung gestellt worden. Ein kleiner Teil ist darüber hinaus von den SEG-Mitgliedern gestiftet worden. Dieses ermöglicht vor allem bei größeren oder länger andauernden Einsätzen die Einrichtung einer mobilen Pressestelle vor Ort. Zur Ausstattung gehören neben einem Laptop auch ein Mobiltelefon, eine Digitalkamera sowie diverses Schreib- und Bürozubehör. 

Alarmiert wird die SEG-Presse bei:

  • größeren Bränden in Gebäuden (Alarmstichwort "B 3")
  • größeren Flächenbränden (Alarmstichwort "FLB-3")
  • größeren Waldbränden (Alarmstichwort "WB-2" und "WB-3")
  • größeren Bahnunfällen (Alarmstichwort "DB-3")
  • größeren Ölschadensfällen auf Gewässern (Alarmstichwort "Öl-W2")
  • größeren technischen Hilfeleistungen (Alarmstichwort "T 3")
  • größeren Gefahrgutunfällen (Alarmstichwort "G 2")
  • größeren Flugzeugunglücken (Alarmstichwort "FlugU 2")
  • Schiffsunglücken (Alarmstichwort "SU")
  • Einsätzen der Kreisfeuerwehrbereitschaft
  • Anforderung durch den / die Einsatzleiter/in

Die Alarmierung erfolgt über Funkmeldeempfänger. Zusätzlich erhalten die SEG-Mitglieder eine Info-SMS auf ihr Mobiltelefon mit Details zum jeweiligen Einsatz. Bei Großschadenslagen und Katastrophen erfolgt eine Zusammenarbeit mit der S5-Abteilung des Stabes des Landkreises Verden. Aktuell gehören der SEG-Presse zehn Mitglieder an:

 

Frederik Boie  -  Flecken Langwedel
Klaus-Jochen Busche  - Samtgemeindepressewart Thedinghausen
Christof Dathe  -  Gemeindepressewart Langwedel, Leiter SEG-Presse
Ralf Dühnfahr  -  Gemeindepressewart Oyten
Marlen Ehlert-Meinken  -  Stadt Achim
Jörg Höfken  -  Gemeindepressewart Dörverden
Manon Kriewitz  -  Stadtpressewartin Achim
Dennis Köhler  -  Stadtpressewart Verden, stellv. Leiter SEG-Presse
Marco Oestmann  -  Gemeindepressewart Kirchlinteln
Malte Schnaars  -  Gemeindepressewart Ottersberg